MMO Hardware Tests

Steelseries Rival 310 & Sensei 310 Gaming Maus im Hardwaretest

Kann der "True 1 to 1 Tracking"-Sensor im Test überzeugen?

Steelseries hat vor einem Monat Neuauflagen ihrer beliebten Gaming Mäuse herausgebracht. Wir von MMOZone haben sowohl die Rival 310, als auch die Sensei 310 bei uns im Hardwaretest über mehrere Wochen getestet.

Steelseries selbst beschreibt den Sensor der Mäuse als „ersten echten Esports Sensor“. Ob uns der Sensor überzeugt hat und wie die beiden Gaming-Mäuse in unserem Test abschnitten, lest ihr in diesem Artikel.

Inhaltsverzeichnis (Steelseries Rival 310 & Sensei 310 Gaming Maus)


Verpackung und Inhalt

Steelseries beschränkt sich bei der Verpackung, sowie dem Inhalt auf das Wesentliche. Die Verpackung bietet auf den ersten Blick die wichtigsten Informationen über die jeweilige Maus.

In der Verpackung befindet sich, gut geschützt, die Maus. Dazu gibt es von Steelseries nur einen kleinen Produkte-Guide.


Ersteindruck und Inbetriebnahme der Mäuse

Nachdem ich die Mäuse ausgepackt habe, fiel mir als allererstes auf, dass die Kabel der Mäuse nicht gesleeved sind. Das ist nicht unbedingt negativ, nur in der heutigen Zeit eher ungewöhnlich. Dafür ist das Kabel aber extrem weich und flexibel.

Die Verarbeitung macht einen sehr hochwertigen Eindruck. Einzig die Maustasten klappern, wenn man die Maus schüttelt, da sie durch das Split-Trigger Design etwas Spiel zu den verbauten Omron-Schaltern haben.

Steelseries hat an den Seiten der Mäuse Gripflächen aus 100% Silikon verbaut, welche hervorragenden Halt bieten und extrem strapazierfähig und langlebig sind.

Die Oberfläche der Mäuse ist aus einem matten Material gefertigt, welches resistent gegen Fingerabdrücke ist.

Die Mäuse funktionieren per Plug and Play mit vorprogrammierten Einstellungen. Um diese Einstellungen zu ändern, benötigt man die Steelseries Engine, welche man auf der Homepage von Steelseries herunterladen kann.


Technische Daten und Features der Mäuse

Hier kommen wir zu dem wohl Interessantesten Teil der Sensei 310 und Rival 310. Steelseries hat bei der Entwicklung der Mäuse das Hauptaugenmerk auf den Sensor gelegt und laut eigenen Aussagen den weltweit ersten „True 1 to 1 Tracking“- Sensor entwickelt.

Was bedeutet das „True 1 to 1 Tracking“?

Wenn man die Maus bewegt, soll der Mauszeiger jede Bewegung exakt auf den Bildschirm übertragen, unabhängig von der Geschwindigkeit, mit der die Maus bewegt wird und der CPI/DPI.

Dies ist bei den meisten Mäusen, wenn überhaupt, nur bei einem bestimmten CPI/DPI gegeben, was mehrere Gründe als Ursache hatte. Kurz gesagt endete es oftmals in „positive/negative acceleration“, sprich, der Mauszeiger bewegte sich mehr oder weniger, als man es wollte.

Dies kann man testen, indem man eine feste Strecke, etwa durch Bücher, für die Maus festlegt und sie anschließend schnell in die eine Richtung bewegt um sie danach langsam wieder zurück zu bewegen. Mit den meisten Mäusen landet der Cursor nicht wieder exakt auf demselben Punkt, sondern davor oder dahinter.

Steelseries True 1 to 1 Tracking vergleich Rival 310
Quelle: Steelseries Homepage, Test durch Steelseries

Bei der Rival 310 und der Sensei 310 hat Steelseries mit dem neuen Sensor „TrueMove3“ es geschafft, dass der Spieler zwischen 100 CPI und 3500 CPI eben dieses „True 1 to 1 Tracking“ Erlebnis hat.

Auch wenn der Sensor eine maximale CPI von 12.000 unterstützt, spiele ich und auch viele der Overwatch Profi-Spieler mit einer CPI von deutlich unter 3.000. Zu Testzwecken habe ich versucht, mit 12.000 CPI zu spielen, aber selbst auf einem WQHD Monitor kann die Maus nur mit den Fingerspitzen bewegt werden. Das ist auch der Grund, weshalb die 3.500 CPI für das „True 1 to 1 Tracking“ Feature für mich völlig ausreichend sind.

Im nächsten Abschnitt gehe ich noch weiter darauf ein und möchte euch zuerst alle weiteren technischen Daten und Features der Mäuse präsentieren, dessen Informationen von der Steelseries Homepage stammen.

  • Sensorname: SteelSeries TrueMove3
  • Sensortyp: Optisch
  • CPI: 100-12000, 100 CPI Increments
  • IPS: 350+, on SteelSeries QcK surfaces
  • Beschleunigung: 50 g
  • Abfragerate: 1 ms
  • Hardware-Beschleunigung: Keine (Null-Hardware-Beschleunigung)
  • Top Material: Finger Print Resistant Semi-Rough Matte
  • Core Construction: Fiber-Reinforced Plastic
  • Kabellänge: 2 m
  • Schalterart: Omron Mechanical Rated For 50 Million Clicks
  • Beleuchtung: 2 RGB Zonen, unabhängig einstellbar
  • Sensei 310:
    • Form: Beidhändig
    • Griffstil: Claw oder Fingertip
    • Tastenanzahl: 8
    • Gewicht: 92.1g
    • Länge: 125.1mm
    • Breite: 60.77mm (Vorne), 61.77mm (Mitte), 70.39mm (Hinten)
    • Höhe: 38.95mm
  • Rival 310:
    • Form: Ergonomisch für Rechtshänder
    • Griffstil: Palm oder Claw
    • Tastenanzahl: 6
    • Gewicht: 88.3g
    • Länge: 127.6mm
    • Breite: 57.16mm (Vorne), 62.07mm (Mitte), 70.1mm (Hinten)
    • Höhe: 41.98mm

Steelseries Engine

Steelseries Engine Software Sensei 310

Mit der Steelseries Engine lassen sich viele der Steelseries Produkte konfigurieren. Darunter eben auch die Sensei 310 und die Rival 310.

Innerhalb der Engine können die Tasten individuell belegt werden. Bei der Sensei 310, die auf beiden Seiten Daumentasten hat, habe ich als erstes die beiden Tasten auf der rechten Seite deaktiviert, da man diese gern mal ausversehen drückt und diese ja als Daumentasten für Linkshänder gedacht sind.

Mit dem Macro-Manager lassen sich Macros erstellen, die anschließend auf die verschiedenen Tasten gelegt werden können.

Die Mäuse haben jeweils 2 LED Zonen, die eine ist das Logo und die andere ist das Mausrad. Beide können sowohl in der Farbe individuell eingestellt werden, als  auch in der Art der Beleuchtung. Als Möglichkeit bietet Steelseries „Gleichbleibend“, „ColorShift“, „Buntes Atmen“, „Trigger“ oder deaktiviert.

Sowohl die Sensei 310 als auch die Rival 310 haben zwei CPI Einstellungen, die per Knopfdruck auf der Maus on the fly gewechselt werden können. CPI steht übrigens für Counts Per Inch, was umgangssprachlich meistens als DPI, also Dots Per Inch, bezeichnet wird. Bei 1500 CPI/DPI bewegt sich der Cursor 1500 Pixel, wenn man die Maus einen Inch (2,54cm) bewegt.

Auch wenn die Software die Möglichkeit von Beschleunigung, Verzögerung und Angle Snapping bietet, empfehle ich, gerade für Shooter, diese komplett zu deaktivieren. Würde man diese Funktionen aktivieren, wäre das ganze „True 1 to 1 Tracking“ nicht mehr möglich.

Die Polling-Rate oder Abtastrate kann ebenfalls eingestellt werden. Hier hat man die Wahl zwischen 125Hz, 250Hz, 500Hz und 1000Hz.

Für die Mäuse gibt es auch Konfigurationen von Profi-Spielern, die geladen werden können. Aktuell gibt es aber nur die Konfiguration des Spielers „SumaiL“.

Alle Einstellungen die man vornimmt, werden auf der Maus gespeichert, wodurch die Mäuse an anderen PC die selbe Konfiguration haben, ohne dass man die Steelseries Engine installieren muss.


Spielgefühl und Qualität der Mäuse

Ich habe die Mäuse nun sehr ausführlich über mehrere Wochen getestet und werde in diesem Abschnitt auf mein persönliches Spielgefühl und mein Eindruck von der Qualität eingehen, die ich in der Zeit gesammelt habe.

Die Verarbeitung zeigt keine Mängel, bis auf das im Ersteindruck erwähnte Klappern der Tasten. Dieses kommt aber durch die Split-Trigger Buttons, also die Tasten der Maus sind getrennt von dem restlichen Gehäuse der Maus. Dies soll für ein konstantes Klickgefühl auch nach mehreren Millionen Klicks sorgen.

Auch wenn ich da noch lange nicht bin, so ist der Tastendruck sehr angenehm und auch nach mehreren Wochen intensiven Spielens immer noch wie am ersten Tag.

Die matte Fingerabdruckresistente Oberfläche fühlt sich sehr edel an und bietet in Kombination mit den Silikongripflächen perfekten Halt.

Das Mausrad ist ebenfalls mit Silikon überzogen, so dass auch dieses sehr griffig ist. Es rastet sehr gut ein, ist nicht zu schwergängig und wackelt auch nicht.

Die Mausfüße sind extrem robust und gleiten sehr gut. Sie haben selbst durch meine oft sehr aggressive und rasante Spielweise nur minimale Kratzer, welche bisher die Funktion nicht einschränken.

Wenn es um Flexibilität geht, hab ich bisher kein besseres Mauskabel gesehen. Es war von Anfang an kein Störfaktor, selbst ohne Mausbungee. Das es nicht gesleeved ist, ist für mich zumindest, kein Nachteil. Mit 2 Metern ist es auch ausreichend lang.

Zwar ist die Rival 310 laut Datenblatt etwas breiter als die Sensei 310, allerdings fühlt es sich eher umgekehrt an. Linkshänder haben leider keiner Wahl und müssen zur Sensei 310 greifen, Rechtshänder müssen selbst entscheiden, welche besser in der Hand liegt und mit welchem Griffstil sie die Maus halten.

Ich persönliche ziehe eine ambidextrous Maus einer ergonomischen vor, aber muss auch sagen, dass ich extrem gut mit der Rival 310 klar komme.

Meiner Meinung nach sind die Mäuse für kleine bis mittelgroße Hände gemacht und ich denke, dass Spieler mit großen Händen Probleme bekommen könnten.

Wie angekündigt, möchte ich noch einmal auf den Sensor und das „True 1 to 1 Tracking“ kommen. Mein Aim in Overwatch ist deutlich konstanter geworden, gerade was Flick-Shots, also Schüsse die durch extrem schneller Mausbewegung heraus gemacht werden, angeht. Auch habe ich den oben angesprochenen Test mehrmals ausgeführt und konnte weder negative noch positive Beschleunigung feststellen. Klar ist der Test nicht 100% akkurat, aber ich denke, dass die vielen Spielstunden mit den Mäusen ausreichen, um den Sensor von Steelseries mehr als nur zu Loben.


Preis / Leistung

Nun kommen wir zu dem Preis. Sowohl die Sensei 310 als auch die Rival 310 kosten bei Steelseries direkt €69,99.

Damit befinden sie sich für nicht MMO-Mäuse im oberen Bereich. Dafür erhält man aber auch eine Maus, welche folgende Vorteile bietet:

  • Sehr gute Verarbeitung hochwertiger Materialien
  • Guter Grip
  • Split-Trigger Buttons
  • 2 Zonen RGB LED
  • Den, laut Steelseries, ersten „True 1 to 1 Tracking“ Sensor

Für ernsthafte Shooter Spieler ist wohl gerade der Sensor sehr interessant, weshalb der Preis für diese eher zweitrangig sein dürfte. Ob Spieler anderer Genres sich diesen Luxus gönnen möchten, bleibt jedem selbst überlassen.


Fazit und Bewertung

Mit der Sensei 310 und der Rival 310 hat Steelseries zwei richtig gute Mäuse rund um den TrueMove3-Sensor gebaut, mit dem beide im Test mehr als Überzeugt haben.

Steelseries Sensei 310 und Rival 310

Verpackung und Ersteindruck - 85%
Installation und Inbetriebnahme - 100%
Technische Daten und Features - 90%
Spielgefühl und Qualität - 100%
Preis und Leistung - 80%

91%

von 100%

Mit der Sensei 310 und der Rival 310 hat Steelseries zwei richtig gute Mäuse rund um den TrueMove3-Sensor gebaut, mit dem beide im Test mehr als Überzeugt haben.

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