Eorzea Tagebuch

FF 14: Die Carteneauer Front – PvP macht Spaß!

Mit Patch 2.3 wurde die Carteneauer Front in Final Fantasy 14: A Realm Reborn eingeführt. Ein Schlachtfeld für 72 Spieler, drei Teams, die sich 30 Minuten lang um Flaggen und Mobs streiten – wow, das klingt in der Theorie ziemlich gut. Doch vor Einführung der Wolfshöhle wurden ebenfalls viele Versprechungen gemacht, weswegen ich bei meinen ersten Testspielen in der Front durchaus skeptisch war, ob uns dieses Mal eine ähnlich enttäuschende Erfahrung erwartet. Doch ich habe schnell festgestellt: Dieses Mal haben die Entwickler alles richtig gemacht und das PvP in FF 14 macht nun eine Menge Spaß!

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Die Carteneauer Front – Die Regeln

Ja, Anfangs wollte ich lediglich alle neuen Inhalte einmal angetestet haben, wie man so schön sagt. Nun habe ich bereits ein zweites Mal mein wöchentliches Maximum der Strategiesteine an der Front erspielt und denke gar nicht daran, damit aufzuhören. Diese Motivation ist einerseits in der Gestaltung des Schlachtfeldes selbst begründet, andererseits aber auch durch viele andere (im Vorfeld oft kritisierte) Designentscheidungen.

Die Designer haben hier nämlich großen Wert darauf gelegt, ein Schlachtfeld zu schaffen, an dem wirklich jeder Spieler teilnehmen kann. So wird die Ausrüstung beim Betreten auf Stufe 80 hinab skaliert – ein Wert, den mittlerweile jeder neue Spieler innerhalb weniger Tage erreichen kann. Gleichzeitig wurde aber auch der Moral-Wert auf der Ausrüstung komplett deaktiviert. Dies mag zunächst merkwürdig erscheinen, immerhin handelt es sich hier um das einzige Attribut, das ausschließlich im PvP funktioniert.

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Das Ergebnis zeigt jedoch, dass die Entwickler mit diesen Entscheidungen ins Schwarze getroffen haben. Die Carteneauer Front ist allen Spielern sofort zugänglich und bietet jedem Team die selben Chancen. Alles in Allem haben diese Designentscheidungen dafür gesorgt, dass die Front gerne bespielt wird und man jederzeit ohne allzu lange Wartezeit an einer Runde teilnehmen kann.

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Doch auch das Spielfeld selbst ist so gestaltet, dass es den Spielern einen raschen Einstieg bietet und gleichzeitig Scharmützel zwischen den Fraktionen erzwingt. Das Ziel für jedes Team ist es, 1600 Siegpunkte zu sammeln. Dies erreicht man hauptsächlich über sechs verschiedene Flaggenpunkte, die kreisförmig auf dem Schlachtfeld angeordnet sind. Wird einer davon erobert und verteidigt, generiert er anschließend unentwegt Punkte. Die Flaggen sind dabei so angeordnet, dass jede Seite drei von ihnen gut von ihrem Startpunkt aus erreichen kann – dabei jedoch zwangsläufig in Konflikte mit den anderen Fraktionen gerät.

Jedoch gibt es noch eine weitere (in meinen Augen oft überschätzte) Möglichkeit, Siegpunkte zu generieren. So spawnen auf einem Hügel in der Mitte des Schlachtfeldes regelmäßig Gegner, um die man ebenfalls kämpfen kann. Das Team, dem es gelingt, auf dem Berg die Oberhand zu gewinnen und die Drohnen letztendlich zu besiegen, wird pauschal mit einer guten Summe Punkte belohnt.

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Meiner Erfahrung nach führt der Versuch, die Kontrolle über die Mitte zu erlangen, jedoch unweigerlich zum Verlust von mehreren Flaggenpunkte und damit zur Niederlage in der gesamten Runde. Eine strikte Verteidigungsstrategie von drei Flaggen, gepaart mit zusätzlichen Angriffen auf die gegnerischen Lager, verspricht meist deutlich mehr Erfolg.

Die Carteneauer Front – Fazit

Es gibt nur sehr wenige Spieler, die den Anspruch an sich stellen, PvP professionell zu betreiben, das Letzte aus ihrem Charakter und seinen Skills herauszuquetschen, sowie einen sehr hohen Rang zu erkämpfen. Viele wollen stattdessen einfach eine gute Zeit verbringen, ein wenig Nervenkitzel erleben und sich ab und an auch einmal über einen Sieg freuen – und genau für diese Spieler ist die Carteneauer Front gemacht.

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Sicher sind einige der Designentscheidungen fragwürdig: Mit dem Wegfall der Moral ist der wichtigste PvP-Wert auf dem Schlachtfeld wertlos, durch die drei Fraktionen herrscht ein enormes Zufallselement, das nicht selten über Sieg oder Niederlage entscheidet. Ständig ändern sich die Verhältnisse und keine Seite kann dauerhaft die Oberhand behalten. Doch wen kümmert das Alles schon, solange die Sache Spaß macht? Und genau das tut die Cartenauer Front ohne Frage – sie macht Spaß, selbst wenn man verliert. Damit ist den Entwicklern ein Kunststück gelungen, dass man im MMO-Genre nur selten findet.

Es macht Spaß, sich in den Zerg um die Flaggen zu stürzen, Haschen mit den gegnerischen Heilern zu spielen und unbewachte Flaggen auf der anderen Schlachtfeldseite im Alleingang zu erobern. Square Enix ist es dieses Mal gelungen, eine unterhaltsame PvP-Erfahrung zu bieten, die durch die speziellen Talente und den schnellen Rangaufstieg sogar noch unglaublich motivierend ist.

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Ich werde mich in zukünftigen Blogposts sicher noch öfters mit der Carteneauer Front beschäftigen und dabei von meinen Erfahrungen berichten, aber auch auf verschiedene Spielweisen und Taktiken eingehen, die zum Erfolg beitragen können. Solltet ihr selbst besondere Erfahrungen gesammelt haben, die ihr uns gerne mitteilen möchtet, könnt ihr dies in den Kommentaren tun. Ich bin jedenfalls sehr auf eure Meinung gespannt! Wenn ihr mehr aus meinem Blog zu Final Fantasy 14: A Realm Reborn lesen wollt, könnt ihr dies hier tun.

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