Eorzea Tagebuch

FF 14: Die Carteneauer Front – Das „Helidrom“

Vor einigen Tagen habe ich bereits einen ausführlichen ersten Eindruck über die „Carteneauer Front“ gegeben, die das PvP in Final Fantasy 14: A Realm Reborn deutlich aufgewertet hat. Mein Eindruck war überwiegend positiv und tatsächlich hat dieses Schlachtfeld dafür gesorgt, dass PvP in FF 14 nun endlich Spaß macht.

Dieser Eindruck ist auch weiterhin ungebrochen. Sicher gibt es hier und da einmal Spiele, die weniger gut laufen, doch meistens sind die dynamischen Runden motivierend genug, dass man sich direkt ein weiteres Mal anmeldet. Ein kleiner Wermutstropfen hat sich in meinen über 100 Spielen nun aber doch herauskristallisiert, der immer wieder für Frust (und meistens auch für deftige Niederlagen) sorgt.

Ja, es geht um diesen vermaledeiten Hügel in der Mitte des Schlachtfeldes. Das „Helidrom“ genannt, scheint dieser Berg immer wieder dafür zu sorgen, dass meine Mitspieler von einem Augenblick auf den nächsten jegliche Vernunft einbüßen und nur noch wie kopflose Hühner herum stolpern. Doch was hat es damit nun eigentlich auf sich und wie schafft es ein so harmloser Berg der Grund für unzählige, verlorene Schlachten zu sein?

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FF 14: Das Heldirom – Grüß Gott, ihr tapferen Hügelstürmer!

Wie ich in meinem ersten Blogeintrag zur Front schon beschrieb, geht es in diesem Schlachtfeld darum, eine bestimmte Anzahl Siegpunkte zu sammeln. Diese erhält man durch das Erobern und Halten der sechs Flaggenpunkte, oder aber durch das Bezwingen von besonderen Gegnern (Interzeptor-Drohnen). Diese Drohnen spawnen in regelmäßigen Abständen auf der Spitze des Berges und sind wohl der Grund für all die Aufregung.

Irgendwann nach Patch 2.3 hat sich wohl der Gedanke in den Köpfen meiner Fraktion festgesetzt, dass es die Aufgabe von Gruppe B (oder gleich noch mehr Spielern) wäre, auf diesen Hügel hinauf zu stürmen, sobald es Zeit für den Drohnenspawn ist.

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Das Ergebnis ist fast immer das Selbe: Während unsere Gipfelstrürmer auf der Spitze des Hügels ein wenig vor sich hin zergen und es ab und an sogar schaffen, die ein oder andere Drohen zu bezwingen, verlieren die Verteidiger unten eine, oftmals zwei, manchmal sogar alle drei Flaggen.

Um es noch einmal in aller Deutlichkeit zu sagen: Nein, der Sturm auf diesen Hügel bringt der eigenen Fraktion so gut wie keine Chance auf den Sieg. Alle Drohnen zusammen werden mit etwa 200 einmaligen Punkten belohnt – und dies auch nur, wenn es tatsächlich einmal gelingen sollte, keine von ihnen an die Gegner zu verlieren.

Diesen 200 möglichen Punkten stehen jedoch viel höhere Opportunitätskosten gegenüber. So bezeichnet man jene Kosten, die einem indirekt entstehen, wenn man sich für eine von zwei Möglichkeiten entscheidet. In diesem Fall sind es jene Punkte, die einem durch den Verlust der Flaggen entgehen, während man fröhlich Monster Hunter auf dem Hügel spielt.

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Tatsächlich waren fast alle meine Siege in der Front jene Runden, in denen der Hügel von meiner Fraktion faktisch ignoriert wurde. Die Spieler haben sich auf das Verteidigen von drei Flaggen konzentriert, Team B hat dort ausgeholfen, wo es notwendig war, und den Spawn der Drohnen hat man dazu genutzt, gegnerische Flaggenpunkte anzugreifen.

Lasst die Gegner doch ihren Zerg auf diesem nutzlosen Hügel vollführen. Seid geschickt: manches Mal ist es sogar möglich, alle sechs Flaggenpunkte gleichzeitig zu erobern, während sich die Gegner um ein paar Drohnen prügeln. Wenn zwei sich streiten, freut sich eben immer noch der Dritte.

Das Helidrom – Eine Garantie für verlorene Spiele

Natürlich kann man versuchen, den ein oder anderen Bonuspunkt abzustauben. Doch behaltet im Kopf, dass dafür auch wenige Spieler reichen, die sich anschließend direkt wieder zurück ziehen sollten, um sich sinnvolleren Dingen zu widmen. Und bitte hört endlich damit auf, jene Spieler zu beleidigen, die sich nicht an eurem Hügelsturm beteiligen wollen. Ja, auch das habe ich nun schon mehrmals erlebt.

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Das Helidrom dient dazu, Chaos auf dem Schlachtfeld zu schüren und die Karten während einer laufenden Runde neu zu mischen. Die Erfahrung hat oft genug gezeigt, dass es eine ziemlich sichere Garantie dafür ist, ein Spiel zu verlieren. Fallt nicht darauf herein, nutzt es zu eurem Vorteil. Ignoriert diesen Berg, habt den Mut, ein paar einmalige Punkte sausen zu lassen, um im Gegensatz dazu die Kontrolle über das Schlachtfeld zu erringen.

Welche Erfahrungen habt ihr bereits in der Carteneauer Front gesammelt? Stimmt ihr mit meiner Einschätzung über das Helidrom überein oder könnt ihr es gar nicht erwarten, mir zu widersprechen? Ich freue mich auf eure Kommentare! Hier gelangt ihr zurück zur Übersichtsseite über meinen Blog zu Final Fantasy 14.

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