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Was kostet Path of Exile? Eine Erklärung des Finanzierungsmodells und des Itemshops

Path of Exile ShopseiteWie die meisten Spieler sicher wissen, wird das Hack’n’Slay Path of Exile vom Entwickler Grinding Gear Games kostenlos angeboten und finanziert sich über einen Itemshop. Doch was genau bedeutet das eigentlich? Was gibt es gegen Bares zu kaufen und hat man mit versteckten Kosten zu rechnen?

Der Path of Exile Itemshop – keine kaufbaren Vorteile

Free to Play und Itemshop sind zwei Begriffe, die von vielen Spielern mit Schrecken gelesen werden. Doch wer Path of Exile nun bereits als ein Spiel abgeschrieben hat, in dem der dickste Geldbeutel über Sieg und Erfolg entscheidet, der kann ganz beruhigt sein. Denn im Bezahlsystem von PoE ist es in keiner Weise möglich, irgend einen Vorteil gegenüber anderen Spielern zu erwerben.

Tatsächlich ist mir auch nach längerem Stöbern im Shop nichts aufgefallen, das mir das Spiel in irgend einer Hinsicht erleichtern, vereinfachen oder beschleunigen würde. Die sonst so üblichen Tränke für Bonus-Erfahrungspunkte kann man hier genauso wenig kaufen wie Waffen, Ausrüstung oder Handelsgegenstände. Stattdessen gibt es (neben einigen Account-Features) ausschließlich nur optische Gimmicks zu erwerben.

Optische Verbesserungen – Waffeneffekte, Tänze, Haustiere

Zu den optischen Verbesserungen gehören hauptsächlich besondere Effekte an eurer Spielfigur. Leuchtende Schwerter oder besondere Symbole auf Helm und Schild sind nur einige Beispiele dafür. Einmal gekauft bleiben diese Verzierungen an euren Account gebunden und können auf jeden eurer Charaktere beliebig oft angewendet werden.

Andere kaufbare Verschönerungen sind spezielle Skilleffekte, Haustiere oder Tänze. Während Haustiere euch genretypisch einfach nur folgen und sich natürlich nicht am Kampf beteiligen, erlauben die Tänze es euch, einzigartige Animationen mit eurer Spielfigur auszuführen.

Account Features – Größerer Lagerplatz und mehr Charakterslots

Sicher kann man sich darüber streiten, ob der erhöhte Lagerplatz nun einen spielerischen Vorteil bietet oder nicht. Aus eigener Erfahrung kann ich jedoch sagen, dass die von vornherein vorhandenen 4 Lagertruhen mit ihren insgesamt 576 Slots mehr als ausreichend sind, wenn man nicht gerade den vierten Charakter spielt oder als virtueller Messie unterwegs ist. Und selbst wenn es denn irgendwann einmal sein muss, sind neue Bankfächer für 30 Punkte (entspricht etwa 4 Euro) vergleichsweise günstig zu erwerben. Besonders schön: Gegen einen kleinen Aufpreis könnt ihr auch spezielle Fächer erwerben, die ihr dann ganz individuell beschriften und einfärben dürft.

Path of Exile - TruhenplatzAuch für die Charakterslots gilt: Ihr werdet sehr lange spielen müssen, ehe ihr jemals in die Verlegenheit kommt, euch aufgrund mangelnder Slots keinen neuen Charakter mehr erstellen zu können – immerhin stehen euch in der kostenlosen Version ganze 24 davon zur Verfügung.

Custom Content – eigene Spielideen für 1000 Euro

Das ungewöhnlichste Feature im Itemshop von Path of Exile stellt ohne Frage der Custom Content dar. Hier dürft ihr euch für 1000 Euro an der Entwicklung des Spiels beteiligen und eigene Ideen einbringen. Dies können beispielsweise neue Uniques oder auch Skillgems sein, an deren Entstehung ihr mitarbeitet. Was wie eine reiner Marketinggag klingt, wird in der Realität durchaus von einigen Kunden in Anspruch genommen. Viele Spieler sehen hier eine Möglichkeit, das unabhängige Studio gezielt zu unterstützen und so ihrem Traumspiel finanziell weiter auf die Beine zu helfen.

PoE Custom Content Daily Deals – tägliche Rabatte auf ausgewählte Items

Neu sind die am 21.03.2013 eingeführten Daily Deals, bei denen ein oder mehrere Items aus dem Shop stark im Preis reduziert sind. Die Angebote wechseln täglich und werden im Login-Screen angezeigt. Es lohnt sich also, regelmäßig reinzuschauen. Von Zeit zu Zeit finden auch andere Sale-Aktionen statt und werden im Vorfeld im offiziellen Forum und auf der Homepage des Spiels angekündigt.

Path of Exile Daily Deal Anzeige

Der Path of Exile Itemshop – Fazit

Mit ihrem ungewöhnlichen Shopkonzept ist dem Studio Grinding Gear Games ein wahrer Kunstgriff gelungen: Sie begegnen ihren Spielern auf Augenhöhe und vermitteln ein Gefühl von Fairness, wie man es nur noch selten in dieser Branche findet. In diesem Spiel ist kein Geld nötig, um sich erfolgreich zu schlagen. Es fallen keine versteckten Kosten an und niemand hat das Gefühl, bei einem angeblich „kostenlosen“ Spiel wieder einmal nur eine längere Demoversion vorgesetzt zu bekommen, ehe er zur Kasse gebeten wird. Wer die Bemühungen des Studios unterstützen will, der kann dies tun, doch niemand wird in irgend einer Form dazu gezwungen.

Dieses Konzept geht auf, wie Chris Wilson, Lead Developer von Path of Exile, selbst betonte. Die Einnahmen aus dem Shop reichen aus, um Serverkosten zu decken und sogar das Team zu erweitern. Ich für meinen Teil wünsche mir jedenfalls mehr solcher durchweg fairen Finanzierungsmodelle bei F2P-Spielen.

 

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