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Guild Wars 2 – Entwickler über das Handelssystem

Schwarzlöwen HandelsgesellschaftGuild Wars 2 Entwickler John Smith meldet sich mit einem Entwickler-Blog an alle Spieler und Fans des MMO. In seinem Artikel beschreibt John Smith von ArenaNet nähere Details zum aktuellen Handelssystem und der freien Wirtschaft in einem MMO wie Guild Wars 2. Desweiten nimmt er auch Stellung zu den aktuellen meist gehandelsten Waren, sowie den Überfluss bestimmter Ressourcen.

GW2 MitarbeiterJohn Smith zu Offizielle GW2 Seite (Quelle)

John Smith über die Lage der Wirtschaft in Guild Wars 2

Ich denke oft an ein Zitat von Edward Coke, das mich an die Auswirkungen von gut informierten Personen erinnert. Das Zitat lautet: „Gewissheit ist die Mutter von Ruhe und Frieden, Unsicherheit jedoch die Ursache für Zwist und Streit.“ Sehen wir uns doch die Lage unserer Wirtschaft mit diesem Grundsatz im Hinterkopf genauer an.

Handelsposten

Bevor ich die Probleme mit dem Handelsposten anspreche, möchte ich all jenen, die sich den Handelsposten noch nicht angesehen haben, aufzeigen, wie großartig er ist. Der weltumfassende Handel und die sichtbaren Mengen der Waren geben euch ein Gefühl für die gewaltige Größe des Spiels und seiner Wirtschaft.

Der Handelsposten hatte allerdings einen schwierigen Start. Da er ein fundamentaler Bestandteil des Spiels ist, machten wir uns sofort daran, ihn zu verbessern. Nach etwa 100 investierten Arbeitsstunden in der ersten Woche machte unser Entwickler-Team schließlich Fortschritte, die auch unsere Spieler erkennen konnten. Es ist uns gelungen den Handelsposten weitgehend zu stabilisieren und wir versuchen, ihn auf zukünftige Herausforderungen vorzubereiten und aus ihm ein noch besseres Erlebnis zu machen. Mittlerweile können alle Spieler auf ihn zugreifen und die Fehler und Ausfallzeiten werden von Tag zu Tag weniger.

Angebot und Nachfrage

Uns sind mehrere Märkte aufgefallen, bei denen Angebot und Nachfrage eindeutig nicht im Gleichgewicht sind. Es macht weder Spaß noch ist es sinnvoll, wenn ein Markt mit Gegenständen überflutet wird, die so gut wie gar keinen Wert haben. Aus diesem Grund implementieren wir täglich Verbesserungen im Spiel. Spieler können erwarten, dass sich diese Märkte im Lauf der Zeit ausgleichen.

Das Angleichen von Angebot und Nachfrage wird die Märkte zwar näher an ein Gleichgewicht heranbringen, das nicht auf Händlern basiert, trotzdem gibt es aber gewaltige Überschüsse an manchen Gegenständen. Deshalb haben wir ein paar neue, vorübergehend verfügbare Rezepte für die Mystische Schmiede eingeführt, die diese überschüssigen Gegenstände verwenden. Mit diesen Rezepten können Behälter hergestellt werden, bei denen eine Chance besteht, Gold und ein paar coole Gegenstände zu erhalten.

Exploits

Für diejenigen unter euch, die sich mit dem Thema nicht auskennen: Exploits sind Fehler im Spiel oder Programme Dritter, die Spielern die Gelegenheit verschaffen, sich unter Umgehung der herkömmlichen Methoden zu bereichern (z. B. Gold, Erfahrung, Fertigkeiten usw. zu erhalten). Im Wirtschaftssystem von Guild Wars 2 (wie in nahezu jeder anderen Ökonomie dieser Art) wurde die Erschaffung von Werten, denen keine Kosten zu Grunde liegen, nicht eingeplant.

Beispiel: Ein Spieler entdeckt ein Rezept, das handelsübliche Gegenstände im Wert von 50 Kupfer verwendet, wobei jedoch die hergestellten Gegenstände für 100 Kupfer gehandelt werden. Der Spieler befindet sich jetzt in einer unendlichen Wertzuwachsschleife. In der Realität käme es in Windeseile zur Hyperinflation im Spiel, da sich alle Spieler auf dieses Rezept stürzen würden, um einfach zu Gold zu kommen.

Exploits sind ein echt spannendes Thema, da sie schlussendlich gefährlich und zwecklos sind. Das Spiel hat einen Umfang erreicht, bei dem es unmöglich ist, dass ein Spieler einen Exploit entdecken und alleine nutzen kann. Exploits werden mit großer Beteiligung ausgenutzt und führen, wenn nichts dagegen unternommen wird, zu einer Hyperinflation der Wirtschaft. Nach der Massennutzung eines Exploits steht euer Reichtum im Zusammenhang mit eurer Fähigkeit den Exploit auszunutzen und nicht mit eurem Erfolg im Spiel. Dadurch wird die Integrität des Spiels geschädigt und es wird zu einem unwirtlichen Ort für neue und ehrliche Spieler. Einige Spiele wurden durch Exploits schwer geschädigt und letztlich zerstört.

Meistens entstehen Exploits durch einen Fehler von uns und machen den Spielern das Leben schwer. Wenn ein Exploit entdeckt wird, ist die Versuchung, ihn auszunutzen oft unwiderstehlich und die Angst, von den wohlhabenderen Spielern, die Exploits nutzen, abgehängt zu werden, ist groß. Wir nehmen eine kompromisslose Haltung gegenüber Spielern ein, die Exploits ausnutzen. Die Entscheidung sollte ganz einfach sein: Ihr findet einen Exploit, meldet ihn und spielt weiter. Sie sind das Risiko nicht wert, weder für die Spieler noch für das Spiel.

Um euch mehr Einblick in unsere Vorgehensweise gegen Exploiter zu geben, möchte ich noch über den Karma-Händler-Exploit sprechen, bei dem ein Gegenstand anstatt 35.000 nur noch 21 Karma kostete. Hier waren wir diejenigen, die einen Fehler gemacht hatten, von dem viele Spieler mit einer hammermäßigen und superbilligen Waffe profitierten. Ist so etwas schlecht fürs Spiel und tut es den Spielern tatsächlich weh? Nicht unbedingt, aber die billigen Waffen für eure Charaktere waren nicht das Problem. Das wirkliche Problem waren die 1,46 Millionen Waffen, die von 4.862 Spielern gekauft wurden – das sind durchschnittlich mehr als 300 Waffen pro Spieler. Hier besteht ein grundlegender Unterschied zwischen Spielern, die eine billige Waffe gekauft haben und solchen, die einen Fehler im Spiel entdeckt und ihn ausgenutzt haben. Letztere haben versucht, sich auf Kosten von Millionen anderer Spieler, die durch diese Ausbeutung geschädigt werden, zu bereichern.

Weil Jeder Daten Liebt:

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